kleine pseudodänische Fahne

Die Geschichten von Prins Åmlæt

Die alte Burg*

In grauer Vorzeit, so geht die Legende, besaßen die Vorfahren unserer Familie, also des pseudodänischen Königshauses, eine wundervolle, mächtige Burg in einer sehr schönen, wilden und abgelegenen Gegend des Landes.
Wie und warum ist nicht bekannt, doch haben unsere Vorfahren einst die Burg verlassen um eine neue Hauptstadt zu gründen, was sie, wie wir alle wissen, auch geschafft haben. Dabei ließen sie allerdings das magische Schwert der pseudodänischen Königsfamilie in jener Burg zurück.

Ich weiß nicht, was in meinen sonst so verehrten Vater König Rødgrødemedfløde gefahren ist, ausgerechnet in dem Moment, in dem unser Land massiv von dem gefährlichen Drachenorden bedroht wurde, unsere alte Burg wieder in Besitz nehmen zu wollen, jedenfalls meinte er an einem schönen Sommertag, als ich mir garnichts Böses dachte, zu mir, ich solle mir ein paar Abenteurer zusammensuchen und mit ihnen zu der Burg reisen und sie für die Renovierung durch die königlichen Baumeister vorbereiten.
Ich entgegnete, dass es sich doch um eine als gefährlich bekannte Gegend handeln würde und ich es viel besser fände, ein paar Soldaten hinzuschicken, aber er meinte, die wären wegen des Drachenordens völlig unabkömmlich.

Was blieb mir anderes übrig, als mich mit ein paar zwielichtigen Gestalten zu treffen und in Richtung der alten Burg aufzubrechen? Man will schließlich irgendwann einmal den Thron erben.
So ließ ich dann Aushänge anfertigen, die abenteuerlustiges Volk in den Palast locken sollten.
Was dann am vereinbarten Tag in unser Schloss kam, das war schon ein wilder Haufen: Da waren erstmal ein Gnom und ein Zwerg, die einem kaum bis zum Gütel reichten, von denen der Gnom mit dem Namen Grmpf ganz brauchbar schien, der Zwerg namens Turin sich jedoch mehr für seinen Kampfhammer als für den Auftrag interessierte. Dann gab es eine Frau, die den Namen Kanella angab. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, ich habe ihr Gesicht schon einmal auf einem Steckbrief gesehen, also wird der Name vermutlich falsch sein. Ein einziger guter Kämpfer namens Bast'an war dabei, und dann noch so ein Kerlchen namens Ron, dass offen zugab, Dieb zu sein, jedoch behauptete, seine Talente immer nur in den Dienst guter Sachen zu stellen. Sein Hut war fast größer als der ganze Mann, deshalb musste ich ständig aufpassen, ihn nicht "Hütchen" zu nennen.
Eins war ihnen allen gemein: Ihre Geldgier! Doch schließlich konnte die königliche Schatulle sie dazu bewegen, den Auftrag anzunehmen. Natürlich mussten sie sich noch einer Prüfung unterziehen. Ich stellte ihnen ein paar Fragen, wie sie die Hüterinnen und Hüter der schwarzen Quelle auf ihre Amforen kleben, und schließlich konnten auch alle eine beantworten, bis auf "Hütchen". Der tat mir leid, da er auch von den anderen immer gehänselt wurde, deshalb schlug ich vor, er könne ja als Abenteurer-Lehrling mitkommen, was er dann auch tat.
So konnten wir endlich aufbrechen.

Während des dreitägigen Rittes freundete man sich etwas an, doch konnte ich mich bis zuletzt des Gedankens nicht erwehren, dass sie für eine Handvoll Goldstücke über mich oder auch über einander hergefallen wären. Einmal sahen wir in der Ferne Reiter, die gut und gerne zum Drachenorden gehören könnten. War die Burg etwa von diesem besetzt? Wir waren auf der Hut, als wir am späten Morgen des vierten Tages schließlich die Burg erreichten.

Foto der Burg Von außen sah die Burg sehr feindlich aus. Es gab nur einen Zugang, und das war eine Zugtüre zu einem kleinen Vorbau diesseits eines Burggrabens. Schließlich entdeckte ich abseits im Gebüsch ein Boot, und wir ruderten von hinten an das Gebäude heran. Bevor wir das Tor herunterlassen konnten, mussten wir mit merkwürdigen Wesen mit großen Wasserköpfen und Bäuchen, auf denen sie liefen, kämpfen, denn sie wollten uns nicht vorbei lassen. Wenn man aber mit dem Schwerte auf sie einhieb, zerplatzten sie wie reife Tomaten. Eins der Wesen entkam durch das Tor, und es dauerte einige Zeit, bis ich mein treues Pferd, welches draußen darauf wartete, dass ich auf ihm feierlich in die Burg meiner Vorfahren ritt, vor ihm gerettet hatte. Dabei traf mich ein Pfeil eines meiner Verbündeten, leider, leider habe ich nicht erfahren, von welchem, als er versuchte, das Monster zu erschießen.

Hinter dem Zugtor gab es eine halbe Brücke über den Burggraben. Die zweite Hälfte war wieder eine hochgezogene Zugbrücke, aber diesmal konnten zwei von uns vom Boot aus heraufklettern, und die Brücke herunterlassen.
Da kamen uns erst mal weitere Wasserkopfmonster entgegen, aber zum Glück fielen sie in den Burggraben und wurden von dort heimischen Krokodilen verspeist.

Im Burghof tummelten sich allerlei hässliche Trolle, die wir aber besiegen konnten, nicht zuletzt, weil die, die die Zugbrücke geöffnet hatten, zunächst noch von dort oben mit Pfeilen auf sie schossen. Es gab ein paar Türme, die von meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern erobert wurden.
In einem war ein stummes Skelett, soweit ich den Erzählungen der anderen glauben kann, wollte es nur Karten spielen, doch sie haben es erschlagen.
Was in den anderen Türmen war, habe ich nicht so genau mitbekommen, ich durchsuchte die Zimmer des Haupthauses nach dem magischen Schwert, denn ich dachte, das sei doch eine nette Trofäe, um sie mit nach Hause zu bringen und meinem Vater auf den Tisch zu knallen. Wenn ich Monster sah, versteckte ich mich lieber. Ich war in vielen Zimmern, das Schwert sah ich nicht.
Mehr und mehr kamen die Anderen herein, und wir nahmen den Kampf mit den Monstern wieder auf. Wir entdeckten einen Geheimgang im Keller, der zu einer großen Höhle führte, in der ein freundlicher Drache wohnte. Leider konnte er uns aber nicht weiterhelfen.
Einige von uns waren durch eine Falltür in ein Verlies gefallen, schließlich fanden wir anderen sie und befreiten sie. Im Kampf mit den Monstern haben wir dabei alle hübsch was einstecken müssen, schliesslich blieben nicht mehr viele Räume übrig, und weder das Schwert noch der Anführer der Monster, ein besonders ekliger Troll, waren gefunden.
Ich öffnete die letzte Tür, da sah ich, wie mir der Troll einen Speer entgegen warf. Ich war unvorsichtig gewesen , da ich in diesem Zimmer bereits gesucht hatte, aber irgendwie war er danach unbemerkt an uns vorbei geschlüpft. Nun war es zu spät: Der Speer bohrte sich in mich hinein und ich fiel zusammen.
Wie im Traum, aus weiter Ferne, habe ich noch mitbekommen, dass die anderen den Troll besiegt haben, und dann eine massive Tür über die Stelle im Boden gelagt haben, wo sich die Falltür befand, durch die vorher zwei von uns in das Verlies gefallen waren. So konnten sie an einen Schrank gelangen, in dem tatsächlich das magische Schwert war.

Ich weiß dann noch, dass ich auf einem Wagen, der in der Burg gestanden hatte, lag, das Schwert in der Hand. Vielleicht hat es mein Leben gerettet, irgendwann erwachte ich in meinem Zimmer im Schloss in der Hauptstadt, meine besorgte Familie und ein paar noch besorgtere Ärzte um mich herum, das Schwert immer noch in meinen Händen.

Seitdem habe ich keine besondere Lust mehr, auf Abenteuer zu gehen. Ich sitze lieber in einer ruhigen Ecke im Schloss, oder draußen im Hof in der Sonne.


Ødland°

So kam es auch, dass es mich nicht besonders interessierte, was unser Geheimdienst so zu Tage brachte. Die Reste des Drachenordens mit ihrem Anführer, einem ziemlich mächtigen Magier, sollten nämlich auf ihrer Flucht vor unserer Armee an der von meiner Gruppe befreiten Burg vorbei gekommen sein. Dabei haben sie angeblich den Drachen, den wir dort getroffen hatten, gefangen und entführt. Wie wir alle wissen, war der Drachenorden überhaupt seinerzeit nur so mächtig geworden, weil sie einen Babydrachen bei einer Mondfinsternis geopfert hatten. Nun, so berichtete der Geheimdienst, hätten sie sich auf die Insel Ødland verkrochen und wollten den ausgewachsenen Drachen bei der nächsten Sonnenfinsternis opfern, und die war schon in zwei Wochen.
Mein Vater ließ also unseren Hofmagier wieder meine ehemaligen Abenteurerkolleginnen und -kollegen zusammentrommeln, auf dass sie auszögen, den Drachen zu befreien. Der Magier verbreitete in der ganzen Stadt Aushänge, auf denen sie aufgefordert wurden, zu einer bestimmten Zeit in die Spelunke Zum geschlachteten Lamm zu kommen. Dann schickte er auch seinen Stellvertreter Amundsen dort hin, auf dass sie magischen Beistand hätten. Er selbst wollte die Hauptstadt in der kritischen Lage nicht verlassen. Den guten Amundsen belegte er mit einem Bann, damit er seine Magie nicht verschwenden, sondern nur gegen den Magier des Drachenordens einsetzen konnte. Natürlich gab er ihm als Entschädigung noch ein paar Sachen mit.

Sie haben sich dann tatsächlich im geschlachteten Lamm getroffen, Amundsen, Turin, Grmpf und Ron. Die beiden kurzen haben mit dem Wirt gewettet, dass sie die Mission erfüllen werden. Dann ist die Vorsitzende der pseudodänischen feministischen Partei vom Nebentisch gekommen, und hat Ron gefragt, ob er doppelt so intelligent und auch stärker sein wollte. Hat er natürlich "Ja" gesagt und PUFF hat sie ihn in eine Frau verwandelt. Er, pardon, sie heißt jetzt Ronja, soll aber ganz glücklich damit sein und ist auch wirklich viel intelligenter und stärker geworden. Dann haben alle die Kneipe in Richtung Hafen verlassen. Die Fähre nach Ødland fährt ja nicht, weil keiner darauf anheuern will, wegen des Drachenordens. Es soll noch ein Schiff im Hafen gelegen haben, die MS Seelefant aus Mausstadt, aber der Kapitän, ein blauer Bär hat sie weggeschickt, weil das Schiff keine Segel hatte. Die hatte angeblich sein Steuermann, eine Ratte gefressen, weil sie von irgendeiner verschmähten Fiji-Meerjungfrau verzaubert worden war. Schließlich haben sie doch noch ein Schiff gefunden, die ZMS Isa Menatori aus s'Gravenzande in den Niederlanden. Dort sind sie an Bord gegangenFoto und nach Ødland abgesegelt. Wäre ich doch mitgefahren. So aber war es meinem Vater ein leichtes, dem Drängen der pseudodänischen feministischen Partei nachzugeben, und meine erstgeborene Schwester zur Thronerbin zu machen. Dann kamen sie zurück - als Heldinnen und Helden. Und mir bleibt nichts anderes übrig, als wieder mit ihnen herumzuziehen und mein Leben aufs Spiel zu setzen, wenn ich die Gunst meines Vaters wiedergewinnen will. Also hab ich mich auf dem Fest, welches ihnen zu Ehren veranstaltet wurde, zu ihnen gesellt, und mir erstmal ihre Geschichte angehört:

Die Überfahrt soll recht ruhig verlaufen sein. Obwohl Kapitän van der Ijzerbrug fast die ganze Zeit einer unerfüllten Liebe nachtrauernd, besoffen unter Deck verbracht hat und die ganze Besatzung aus einem Zwerg und Steuermann namens Gimli bestanden hat, ist das SchiffFoto problemlos direkt nach Ødland gesegelt, wenn auch Ronja unterwegs fast einem Kraken zum Opfer gefallen wäre. Der war zwar leicht zu besiegen, doch trieb sie dann im Wasser. Die anderen haben sie dann aber retten können, danach hat man die Reise mit Geschichtenerzählen verbracht.
Gelandet sind unsere Helden dann mit einem BeibootFoto in einer Bucht möglichst weit weg von Ødlandhavn, dem einzigen Ort der Insel, worauf sich die Isa Menatori einfach aus dem Staub gemacht hat. Die Landung soll sich dabei noch als schwierig erwiesen haben, da sich unsere Heldinnen und Helden lange Zeit nicht darauf einigen konnten, wer denn nun rudern sollte.

Nahe der Landungsstelle sind sie dann ein paar Einheimischen begegnet, die sich, wie sich schließlich herausstellte, vor dem Drachenorden in die dortigen Höhlen verkrochen hatten. Diese Höhlen lagen nämlich gerade noch außerhalb eines magischen Bannkreises, den der Drachenorden über die Insel verhängt hatte. Der Älteste von ihnen hat unserer mutigen Gruppe dann aber nach einer ausführlichen Probe einen Trank geschenkt, mit dem der Bann unwirksam wurde. Seine Enkeltochter hat die Gruppe am nächsten Tag zu der Opferstätte geführt, wo schon alles für die Ermordung des Drachen vorbereitet war. Es handelte sich um ein flaches Gebäude mit einer Art Kran, der Drache sollte wohl auf dem Dach geopfert werden. Das Gebäude Foto selbst muss ein Labyrinth voller Monster gewesen sein, schreckliche Riesenspinnen, Zombies, lebende Skelette, wilde Affen und ähnlich grausige Gestalten bewachten alle Zimmer, doch konnten sie alle entweder besiegt oder anders überlistet werden. Im hintersten Zimmer befand sich schließlich der Grund, warum man das Gebäude erobert hatte: Der magische Schlüssel zu dem Turm, in dem der Drache gefangen gehalten wurde. Vorsorglich zerstörte man den Kran, um das Opfern zu erschweren, falls etwas schief gehen würde, dann ging man zurück in die Höhlen.

Am nächsten Tag brachen die Abenteurer und Abenteurerinnen, wieder geführt von der Enkelin des weisen Höhlenmannes, auf in Richtung des alten Leuchtturmes.
Foto Eine Kutsche, mit der man den Drachen fortschaffen wollte, stand schon bereit, doch rissen die wenigen Wachen vor der Übermacht ihrer Feinde zum Glück aus. Der magische Schlüssel passte, doch befand sich im untersten Stockwerk eine Wolke, in die man nicht gehen konnte, ohne sich sogleich schwach und blutleer zu fühlen. Amundsen hat, nachdem sich herausstellte, dass die Wolke etwas lichtscheu war, schließlich seine kostbare magische Lampe, die echtes Tageslicht speichern konnte, geopfert, in dem er sie feste in die Wolke schleuderte. Sie zerbrach mit einem gigantischen Blitz, den die Wolke nicht überlebte. Der Weg in den Turm war frei. Doch in jedem Stockwerk befanden sich wieder neue Monster, die perversesten Kreaturen, ein besonders heimtückisches sah einfach zum Streicheln aus, war aber das stärkste von allen und hätte die Gruppe fast vernichtet.
Endlich ganz oben angekommen, war der Drache von zwei magischen Lampen gefangen. Man zerschlug eine, da fing der Drache an, auf meine geschwächten Freunde loszugehen. Der Bann! Der Drache stand doch auch unter seinem Einfluss! Gerade noch rechtzeitig gelang es, dem Drachen von dem Bann-brechenden Trank etwas einzuflößen. Als dann die zweite magische Lampe zerschlagen war, Foto gab es für den Drachen kein Halten mehr. Er flog durch eine Klappe im Dach und rief meinen Freunden zu: "Kommt, jetzt holen wir uns den Chef des Drachenordens, meinen Peiniger!"
Schnell rannten alle die Treppen und Leitern hinunter, zurück in das Erdgeschoss, doch durch die Tür drängten schon die vielen Wachleute, die inzwischen zu Hilfe geholt worden waren. Gegen sie hatten meine Freunde keine Chance. Als einziger Fluchtweg bot sich ein Loch in der Rückwand des Turmes, eine Art Kamin, nur, dass er nach unten führte. Es gab keine andere Wahl, alle rutschten hinein durch eine Rutsche, an deren Ende sie in einer großen Höhle an einem Abgrund ankamen. Es handelte sich um einen Teil des alten Bergwerks, und es standen auch noch zwei alte Loren da, mit denen einst das Kupfer abtransportiert worden war, auf ihren Schienen, die bergab führten. Mutig bestiegen alle die Loren und drückten sich ab, es war der einzige Weg. Die cooles Foto Loren donnerten die Gleise herunter, und dauernd hörte man es krachen, doch schließlich kam man sicher am Ende der Gleise am Fuß der Steilküste am Meer an. Grmpf aber hatte die Tour Spaß gemacht, Gnome sind halt so, und so rief er aus Spaß: "Nochmal!" Das aber war das magische Wort, welches die Loren früher stets zurück gebracht hatte, und so ging für ihn die Fahrt von neuem los, leider war die Strecke aber nun so beschädigt, dass die Lore an einer Stelle von den Gleisen flog, eine Felswand durchbrach und aus ziemlicher Höhe zu den anderen hinunterkrachte. Zum Glück hat er sich nicht schwer verletzt. Da sahen sie in der Ferne den Drachen kreisen und machten sich am Strand entlang auf, es dort mit dem Chef des Drachenordens aufzunehmen und ihn zu vernichten.

Das Haus dieses ebenso bösen wie mächtigen Magiers stand relativ unbewacht, und man konnte sich von hinten anschleichen, und aufs Foto Dach klettern. Das war aber eine Falle, dann als alle oben standen, gab das Dach nach und alle purzelten in die Wohnung des Ordenschefs. Bevor der etwas tun konnte, setzte ihm schon der Drache mit einem gezielten Feuerstrahl zu. Amundsen wendete einen magischen Spruch an, mit dem er sich vervielfältigte. Dann setzte er dem Drachenordenmagier mit seinen Sprüchen zu. Dieser wehrte sich, in dem er einen nach dem anderen in Schweine verwandelte. Es traf allerdings fast immer einen falschen Amundsen, welcher sich dann auflöste, mit einer Ausnahme, Turin wurde auch in ein Schwein verwandelt. Jedesmal verlor Amundsen dabei einen großen Teil seiner Zauberkraft, und nur mit letzter Kraft gelang es, den Ordenschef so zu schwächen, dass ihn der Drache schließlich rösten konnte. Foto Inzwischen waren durch eine magische Tür auch Wachen eingedrungen, doch als der Chef tot war, gaben die meisten auf und kämpften auf der guten Seite weiter. Nur wenige mussten besiegt werden, flüchteten dann in den Hafen auf ein Schiff, mit dem sie allerdings mit voller Wucht gegen die Kaimauer fuhren, so dass sie entweder elend ersoffen oder gefangen genommen werden konnten.
Die befreite Insel veranstaltete zu Ehren ihrer Erretter ein großes Fest, an dem auch die ehemaligen Höhlenflüchtlinge teilnahmen. Nur Amundsen war nicht recht glücklich, keine Macht der Erde konnte ihm seine Erfahrung zurückbringen, die er im Kampf verloren hatte, er würde sie sich in vielen Jahren neu hart erarbeiten müssen. Und natürlich Turin, den der nun schwache Amundsen nicht zurückverwandeln konnte, und der im Laufe des Festes fast als Spanferkel geendet wäre. Erst nach ihrer Rückkehr konnte Amundsens Chef seinem Schweinedasein ein Ende bereiten, Amundsen muss nun erst wieder Erfahrungen sammeln, als stellvertretender Hofmagier wurde er vom Dienst suspendiert.
Als aber Turin im geschlachteten Lamm seinen Gewinn abholen wollte, erlebte er eine böse Überraschung: Der Wirt war nicht nur mit seinen, sondern vielen Wetteinsätzen anderer getürmt und wurde schon vergeblich steckbrieflich gesucht.


Die verschwundene Burg¹

Einige Zeit war seitdem vergangen, da trommelte Grmpf uns zusammen. Er hatte eindeutige Hinweise, wo sich der Wirt aufhalten sollte, und führte Turin, Amundsen, mich und auch Kanella und Bast'an in eine neue Foto Kneipe, die der Wirt sich von seinem ergaunerten Geld gekauft hatte. Um von Prügeln verschont zu werden, gab er uns seine Kneipe und eine Karte, die angeblich zu einem Schatz führen sollte. Grmpf blieb da, um ihn zu bewachen, wir anderen zogen mit der Karte und Katharra, einer alten Freundin von Turin, welche wir zufällig in der Kneipe getroffen hatten und die sich uns gerne anschloss, in die Gegend, die auf der Karte verzeichnet sein sollte.






Dort fanden wir tatsächlich eine große Foto Burg, von der zu meinem Erstaunen noch nie jemand etwas gehört hatte. Die Zugbrücke war hochgezogen, schließlich gelang es mir, durch ein Fenster rechts von der Brücke in ein Haus an der Burgwand zu klettern. In dem Haus wachte eine Frau aus dem Schlaf aus und schrie, was immer ich tat, nach den Wachen, so dass ich sie schließlich fesseln und knebeln musste. Dann liess ich die Zugbrücke herunter und meine Freunde hinein. Danach schloß sich die Brücke wieder, und was wir auch taten, wir konnten die Burg nicht mehr verlassen! In der Mitte des Burghofes befand sich ein ausgetrockneter Teich, überhaupt war alles hier sehr ausgetrocknet. Rechts hinten, (in jeder Ecke war ein Gebäude), befand sich eine große Küche Foto mit Essraum auf dem Dach, doch alles, was das freundliche Personal uns anbot, war getrocknete Bohnensuppe. Links hinten befand sich das Gebäude der Wachen, die schliefen aber zum Glück. Geradeaus gab es einen Turm,Foto
in dem ein Geist wohnte. Der konnte zwar im Dunkeln schön leuchten und "huibu" sagen, aber sonst war mit ihm nicht viel anzufangen.
Vorne rechts gab es noch ein Haus, dort sollte der Magier wohnen, meinten die Köche. Leider war das ErdgeschossFoto voller gefährlicher Wachen, die zwar das Gebäude nicht verließen, uns aber den Zutritt zum Obergeschoss verwehrten.


Kurzerhand wurde ein Baum  Foto gefällt und vor das Fenster geschoben, dann kletterten Amundsen und Kanella hinauf und redete durch Aufschreiben und Lippenlesen mit dem Magier. Der meinte, die Burg sei vor langer Zeit von Drachen verwunschen worden, weil ihnen ein Burgbewohner, ein kleiner Junge, ihre Lieblingsspielzeuge genommen und versteckt hatte. Den Jungen selber hätten sie in einen Affen verwandelt. Einen Affen gab es wirklich, doch sprach er nicht und wir konnten ihn nicht fangen. Also betraten wir leise den letzten, verbliebenen Raum, die Wachstube. Erstaunlicherweise schliefen die Wachen weiter, und wir fanden eine Falltüre, die uns in die FotoGewölbe unter der Burg brachte.





Hier gab es einen Gang, der um darin liegende Räume führte. In einem mussten wir mit einem grausigen, Schlamm spritzenden Monster kämpfen, auch die anderen waren nicht weniger gefährlich, doch schließlich fanden wir Teile einer Botschaft, die wir zusammen setzten und die uns sagten, wo wir graben mussten, um den Gang zu verlassen.
Weiter ging es in einen scheinbar leeren Raum, doch als der erste von uns zwischen den Säulen durch ging, erschien dort ein Vampir! Mit vereinten Kräften und pseudodänischem Ketchup vernichteten wir ihn, dann drückten wir uns an der Wand lang und mieden den Raum zwischen den Säulen. Hinten fanden wir endlich zwei Tröten, die Spielzeuge der Drachen.
Vor einer Türe ging es dann nicht weiter. Ich sagte kühn: "Ich bin der Prinz, lass mich rein, Tür!", da ging die Türe auf und ich stand auf einem System Fotovon Bodenplatten, von denen einige Falltüren waren. Zum Glück zeigte mir die Anzahl von Edelsteinen auf der Platte, auf der ich stand, wie viele Falltüren um mich waren, so dass ich schließlich herausfand, wie ich sicher ans Ende kam. Als ich dort ankam, löste sich der Falltürenraum auf und meine Freunde waren wieder bei mir. Vor uns standen zwei Drachen, denen wir schnell die Tröten gaben. Dafür schenkten sie uns den Schlüssel zur Schatztür, und mit der Karte des Wirtes fanden wir auch die Stelle, an der wir graben mussten, um endlich den Schatz zu finden. Turin grub wie ein Wilder, bis er dann auf eine Truhe voller Münzen stieß. Dann gingen wir zurück in den Burghof, wo die Burg aus ihrem Dornröschenschlaf erwachte, was allerdings zur Folge hatte, dass sie sehr schnell alterte. Die Wachen waren schon weg, nur der Magier hatte einen Bewahrungszauber auf sich gebracht. Er brachte auch einen auf die Zugbrücke, so dass die erst einstürzte, als wir hinüber waren, nachdem er Amundsen seine Geheimnisse geschenkt hatte. Als wir dann zurück blickten, war von der ganzen Burg nur noch eine Ruine übrig. Wir kehrten also zu der Kneipe zurück, die nun uns gehört, um auch Grmpf noch den verdienten Anteil zu geben.


Der Piratenschatz*

Noch hatte ich mich nicht so ganz von den Strapazen des Abenteuers erholt (und von der Moralpredigt meines Vaters, der findet, dass es sich für einen Prinzen nicht ziemt, ein siebtel Kneipe zu besitzen), da sitze ich eines Tages so am Fenster, und da kommt eine Taube. Eigentlich eine Brieftaube, aber dann doch eher merkwürdig. Na jedenfalls drückt die mir einen Zettel in die Hand, der so gekrakelt war, dass ich ihn nicht lesen konnte. Und bevor ich sie fragen kann, sitzt da nur noch eine Steintaube und bröselt so weg. Zum Glück konnte unser Hofmagier das entziffern, er meinte, es sei ein Hilferuf unseres lieben Jørre Amundsen, der wohl von Piraten entführt worden sei, die irgendwas von einem Schatz von ihm wollten und dass es irgendwas mit einer Insel namens Lulutsch oder so, zu tun hätte.
Ich habe mir dann von Pappi, immerhin ist Amundsen ja auch sein stellvertretender Hofmagier a.D., ein schönes, schnelles Schiff der pseudodänischen Marine ausgeborgt, dass gerade neue Waffen testete, und meine Abenteurerfreundinnen und -freunde dorthin bestellt. Seit die in unserer Kneipe arbeiten, sind sie immer ganz schnell zu erreichen. Der Kapitän hatte eine geheime Karte der Admiralität dabei, und da war sogar diese Insel drauf, also nahmen wir schnell Kurs dahin. Der Wind war günstig.

Nach ein paar Tagen sahen wir in der Ferne ein Schiff unter Piratenflagge. Wir kamen näher und sahen, dass Amundsen in einem Netz am Mast hing. Trotzdem beschossen wir das Schiff, sowohl mit Pfeilen, als auch mit den neuen Waffen, Rohrschleudern, in die man Steinbrocken oder brennende Kohlen legen konnte, und das wurde dann durch ein Rohr mit Hilfe von leicht aufziebaren Federn relativ treffgenau auf das andere Schiff geschossen. Zu unserem Entsetzen stellten wir fest, dass die Piraten auch schon solche Waffen hatten. Bleibt denn nichts geheim?
Foto der SchiffeNach schwerem Kampf haben wir aber das gegnerische Schiff manövrierunfähig geschossen, die Bediener der Rohrschleudern erlegt und das Wrack schließlich gekapert. Nur der Kapitän ist schwimmend entkommen, doch sah ich im Wasser ein Krokodil, das ihn verfolgte und sich seiner schon angenommen haben dürfte.
Amundsen war zum Glück nur leicht verletzt, er erzählte, dass die Piraten ihn gefangen hatten, weil sie der Hoffnung waren, er könnte ihnen bei der Bergung eines legendären Schatzes helfen. Da wir nun neugierig geworden waren, nahmen wir Kurs auf das nicht mehr weit entfernte Lulutsch.
Unterwegs holten wir ein weiteres Schiff ein, ein Schiff mit freundlichen Eingeborenen auf der Heimfahrt. Da wir der Sache aber nicht trauten, ließen wir vorsichtshalber unser Schiff auf See auf uns warten und machten stattdessen notdürftig den Piratenkahn wieder flott. Man zeigte uns, wie man anhält und anlegt, dann brachten die pseudodänischen Matrosen das Schiff in Fahrt und gingen von Bord.

Die Anlegestelle der Insel war etwas klein, so dass unser Piratenschiff leicht auf Grund setzte, bevor es ganz anlegte. Das Eingeborenenboot war auch dort. Die Eingeborenen waren wirklich freundlich, wir erfuhren schnell, dass immer Abenteurer auf die Insel kamen, um den Schatz zu suchen, und dass das niemand überlebte. Der Medizinmann schien enttäuscht von uns, als er hörte, dass wir auch solche Schatzjäger waren. Er zeigte uns aber den Eingang zur Höhle. Auf dem Weg dorthin wurden wir an einem Bach von einem Krokodil angefallen, aber Ronja und Turin besiegten es.
Der Eingang der Schatzkammer war von einem komischen Typen bewacht, der mit uns kämpfen wollte. Leider schlug er jede Idee aus, er wollte unbedingt ringen, aber wir nicht. Wir liefen lieber um den Berg, in dem die Höhle war, herum, und fanden einen Aufstieg. Oben wohnte eine Art Hexe, die uns im Tausch gegen eine alte Schriftrolle von Ronja half, in die Höhle zu kommen, wir fassten alle eine Kristallkugel an und waren drinnen.

Dort gab es mehrere Höhlen. Zum Glück schien der Wächter nicht herein zu können, daher schnitt ich ihm Grimassen. FotoEs gab vor allem einen Raum mit verschiedenfarbigen Säulen, die verschiedene Töne machten, wenn man sie berührte und viele verschlossene Türen. Irgendwo stand, dass man einen Kristall nicht berühren sollte, aber es gab keinen. Da fiel dem Medizinmann ein, dass er ein Band besaß, mit solchen Farben geflochten. Er ging es mit Kanella holen, wenn man drinnen war, sah man, dass es einen zweiten Ausgang durch einen Wasserfall gab. Kanella kam bald allein mit einem Band durch den Wasserfall zurück. Dann berührten einige die Säulen in der Reihenfolge der Farben auf dem Band. Unterdessen fand ich eine Geheimtür aus der, als ich sie öffnete, ein riesiger schwarzer Drache ebenso freundlich wie ernst mitteilte, dass ich und meine Leute ihm genau noch zum Abendessen fehlten. Alle flüchteten vor dem Drachen in den Raum, dessen Tür sich durch das Spielen der Musik auf den Säulen geöffnet hatte.
Dort stand auf einem Podest dieser Kristall. Schnell schoben wir das Ding, nur am Podest anfassend, vor den Eingang. Da kam der Drache herein und - er berührte den Kristall. Daraus entstieg ein riesiges, Fotoblaues Monster, welches nach langem, schweren Kampf den Drachen tötete und dann ganz friedlich wieder in seinem Kristall verschwand.




Danach war der Bann der Höhlen gebrochen. Der Wächter war verschwunden, in dem Drachenraum lagen haufenweise Schätze und diesen Kristall haben wir, vorsichtig in eine stabile Kiste verpackt, auch mitgenommen. Ich glaube, da kann Papi auf mich stolz sein, und Pseudodänemark ist doch recht sicher, denn wenn uns nun wer angreifen will, brauchen wir seiner Armee nur den Kristall in den Weg zu legen, da wird das blaue Monster sie schon vernichten. Ich hoffe nur, die Kiste wird nicht in irgendeinem Archiv vergessen! Das Piratenschiff haben wir auch mit nach Hause genommen und einen schönen Preis erzielt.
So sind wir alle reicher geworden, an Geld, an Erfahrung, und ich denke, ich als Prins auch in der Gunst meines Vaters, des Königs, der wie immer während des ganzen Abenteuers in København war.


Die vergessene Insel²

Ich hatte Recht. Mein Vater hat sich die Sache überlegt und mich wieder zum Thronfolger gemacht. Anläßlich der Verkündung dieser Tatsache richtete er ein großes Fest aus, zu dem auch meine Mitabenteurer und Mitabenteurerinnen eingeladen waren. Von diesen erschienen Katharra, Grmpf, Turin, Ronja und natürlich Jørre Amundsen. Von irgendeinem Abenteuer hatte nun Ronja noch eine Schatzkarte, und sie nahm unser nicht von Kneipenarbeit beanspruchtes Zusammentreffen zum Anlass, uns alle zu überreden, auf die Suche nach diesem Schatz zu gehen. Katharra meldete sich freiwillig, während der Zeit unsere gemeinsame Kneipe zu hüten und durfte bis dahin die Einnahmen alleine behalten, wir anderen begannen, ein Schiff zu suchen. Pappi fand, mir mit der Wiedereinsetzung für dieses Mal genug geholfen zu haben, so gingen wir zum Hafen. Allerlei finstere Gestalten lungerten dort herum, einige Schiffe lagen an der Mole, und es kostete uns einige Verhandlungen, um einen Kapitän zu einem halbwegs fairen Preis zu überreden. Er sagte, an die Stelle, zu der wir wollten, gäbe es nichts, und wir versprachen in diesem Fall nach dem Motto 'Alles oder nichts' den doppelten Preis. Dann Segelten wir los.

Die Überfahrt war recht ruhig, schließlich kamen wir in die Nähe auf der Karte angegebenen Koordinaten. Der Kapitän freute sich, denn es war lange nichts zu sehen, bis irgendwann ein Nebelfleck auftauchte. Dort fuhren wir hin. Und richtig, als wir anfingen, in den Nebel hinenizufahren, sahen wir eine kleine Insel. Der Kapitän weigerte sich, weiterzufahren, und so mussten wir ins Beiboot umsteigen und rudern. Wir näherten uns der Insel, während das Schiff am Rand der merkwürdigen Nebelbank vor Anker ging. Es gab ein Ufer zum leichten Anlegen, und Grmpf sprang auch sofort an Land, aber wir anderen diskutierten noch, ob das sicher sei, und da beschloss ich, einfach einmal eine runde um die nicht sehr große Insel herumzurudern.

Bald kamen wir an eine kleine Anlegestelle mit einer Tür neben einer Höhle. Letztere war zu schmal, um hereinzurudern, also legte ich an und öffnete die Tür. Drinnen saßen zwei Foto Skelette. Sie sagten, sie hätten von einem Zauberer den Auftrag, niemanden durchzulassen. Den Zauberer hatten sie ewig nicht mehr gesehen, sie schienen auch recht friedlich, solange man nicht versuchte, durchzukommen, und unsere Anwesenheit dort und die offene Tür schien ihnen nicht zu behagen. Also zurück ins Boot. Das weitere Ufer war recht steil, oben konnte man ein oder zwei größere Höhleneingänge und im Wasser auch ein paar Haie sehen. Ich versuchte noch, mit hochgehaltenen Rudern in die Höhle neben der Tür zu kommen, aber dort drinnen nährte sich uns ein riesiger Tintenfisch, so dass wir schleunigst die Flucht ergriffen und an der seichten Stelle anlegten, wo Grmpf in einiger Entfernung schon dabei war, einen Hügel zu erklettern. Mit einem Seil schafften wir es schließlich alle, hinauf zu kommen. Foto





Oben fanden wir eine Leiter, die herunter zu dem Raum mit den Skeletten führte. Diese fiel mir aber leider in den Tintenfischgraben daneben. Dann kampierten wir erstmal. Turin hatte sich während des Abendessens mit einem Äffchen angefreundet, aber nachts gab es einen Tumult, und es schien, als habe dieses Tier andere Affen angelockt, und wenn wir keine Wache aufgestellt hätten, hätten uns die Biester wahrscheinlich ausgeplündert. So aber konnten wir am nächsten Tag dann in die Höhlen gehen. Leider gab es dort wieder jede Menge gefährlicher Monster und Fallen. In einem Raum stand ein thronähnlicher Stuhl, auf den ich mich natürlich setzen musste, leider wurde ich dadurch nach hinten gekippt und nur noch tiefer in das Höhlensystem geschleudert. Die anderen öffneten die Falle und folgten an einem Seil.

Unten fanden wir unter anderem einen Raum mt einer gefährlichen, giftigen Riesenschlange, die uns angriff. Ich fand in der Eile in meinem Beutel meine Lampe nicht, nahm deshalb die von Ronja und warf sie nach ihr, leider daneben. Nach langen Kämpfen konnte die Schlange erst besiegt werden. Dann fand ich meine Lampe, Ronja wollte sie unbedingt haben und war etwas sauer, als ich sagte: "Du bekommst sie auf dem Schiff". Dann kamen wir in einen Raum, in dem ein goldener Mann uns zuerst scheinbar angriff, aber nach dem ersten Treffer nur noch als ein merkwürdiger, goldener Stein da lag. Vorsichtig berührte Jørre ihn mit einem Stab und sofort stand da eine goldene Jørrestatue an seiner Stelle - der Stein hatte ihn in Gold verwandelt. Ich nahm einen Stab und ließ ihn auf den Stein fallen. Er verwandelte sich sofort in Gold und rollte von dem Stein weg. Dann nahm ich den Stab. Er war aus Gold, aber mir passierte nichts. Alle kamen, und warfen alles, was sie nicht unbedingt brauchten, gegen den Stein. Bei der weiteren Erforschung der Höhlen fand sich dann auch eine Schriftrolle, und als Ronja sie las, verwandelte sich nicht nur Jørre wieder zurück, sondern auch all die schönen Sachen, die wir in Gold verwandeln hatten lassen. Dann fand sich irgendwo ein loser Stein in der Wand, und dahinter eine nach außen offene Höhle mit einem gewaltigen Schatz. Alle stürzten sich drauf, bis plötzlich jemand rief: "Ein Drache! Vorsicht, ein Drache!" Tatsächlich kam ein großer, schwarzer Drache angeflogen und landete genau neben den Resten des Schatzes, nachdem wir alle gerade noch entkommen waren. Der Drache schien nicht sehr erfreut darüber, dass ihm etwas vom Schatz fehlte, doch machte er auch keinerlei Versuche, zu uns durchzukommen, oder uns zu verbrennen oder ähnliches. Da kam mir eine Idee: Goldene Drachen sollen im Gegensatz zu schwarzen ja sehr friedlich sein und keinen Wert auf Schätze legen. Ich fing also an, mit dem heiligen Schwert des pseudodänischen Königshauses die Wand zum Drachenraum zu bearbeiten, in der Hoffnung, der Drache würde, wenn das Loch groß genug sei, durchkommen, um uns zu verfolgen, und dabei auf den Stein treten. Ich weiß nicht, warum der Drache plötzlich die Geduld verlor, vielleicht störte ihn ja dieser baustellenartige Lärm, jedenfalls griff er plötzlich an und sein Feuer traf mich. Ich sah noch, wie er sich zufrieden, desinteressiert ab- und wieder seinem Schatz zuwandte. Dann wurde ich ohnmächtig. Ich meine von fern noch Jørre gehört zu haben, wie er sagte: "Ich schaff es nicht, es ist zu schlimm!", und dann merkte ich, wie das Leben meinen Körper verlassen wollte, dann aber plötzlich nicht heraus konnte.

Ich erwachte nicht richtig, alles brannte und tat sehr weh, ich konnte mich auch nicht bewegen und ich sah alles durch einen goldenen Schleier. Ich dachte, ich sei nun im Prinzenhimmel, aber dann sah ich unseren großen Hausmagier, der irgendwelche Sprüche aufsagte und Handbewegungen machte. Der goldene Schleier wurde weniger, die Schmerzen ließen nach, und ganz langsam fühlte ich mich wieder lebendig und wachte schließlich richtig auf, wenn auch sehr schwach. Da erzählte mir unser Magier, dass mich die Anderen nicht hatten retten können und mich in letzter Sekunde nur vorm sicheren Tod hatten bewahren können, indem sie mich, besser gesagt meinen Arm, gegen den Stein geworfen und in Gold verwandelt hatten. Sie hatten mich dann zum Boot geschleppt, zum Schiff gerudert und heim gebracht. Der Magier hatte gesehen, dass ich in dem Moment, indem er einen Entgoldungszauber gesprochen hätte sofort gestorben wäre. Deshalb hatte er einen graduellen Zauber anwenden müssen, den er immer wieder von Heilzaubern unterbrechen konnte. So war ich zwar nun wieder halbwegs gesund und würde es auch bald wieder ganz sein, doch leider hatte diese Geschichte einen entscheidenden Nachteil: Dieser Entgoldungszauber würde nicht lange halten, ich würde mich wieder zu Gold verwandeln, und dann könnte der normale für-immer Entgoldungszauber nicht mehr angewendet werden. Nur ein Mittel gibt es, welches mich nun noch retten kann, es wird aus einer seltenen Blume gebraut, die in einem fernen Land wächst, und dann muss ich, golden wie ich dann wieder bin, damit eingerieben werden. Mein Vater hat, wütend über meine Dummheit, nicht nur Margarethe wieder als Thronerbin eingesetzt, sondern ist auch mehr daran interessiert, irgendwie den Goldstein zu bekommen, deshalb hat er seine ganze Marine losgeschickt, zu der Insel zu fahren, den Drachen zu töten und mit irgendeinem Schwebezauber oder sonstwie, den Stein zu holen ohne ihn anzufassen. Vielleicht reicht es ja auch, wenn man ein Stück Boden mitnimmt. Immerhin hat mir mein Vater alle Mittel zugesagt, die ich brauche, um wieder normal zu werden. er denkt wohl, mit dem Stein im Haus kann er sich das leisten. Und so bleibt mir denn noch, schnell meine Freunde aufzufordern, diese Pflanze zu holen, das Mittel zu brauen und über mich zu kippen. Denn ich fühle schon, dass ich, ansonsten zwar mittlerweile wieder ganz gesund, unbeweglicher werde, und meine Haut fängt an zu glänzen. Sie sollen mit einer richtigen goldenen Statue belohnt werden, so wie ich bald wieder eine falsche sein werde.


Das Bîl-Feld°

Langsam kann ich mich wieder bewegen. Der Hofmagier reibt mich ein letztes Mal mit dem Mittel ein, dann ist der Goldspuk vorbei. Endgültig. Der Hofmagier erzählt, dass er meine Abenteurerfreundinnen und -freunde alle zusammengetrommelt hat, damit sie für mich die Pflanze holen, das Elodea deaurensis. Das allerdings wächst nur in einem einzigen See, und der liegt ausgerechnet in Tyskland, wo doch jeder weiß, dass dort nur grauenvolle Barbaren leben, die nichtmal Pseudodänisch sprechen. Natürlich hatte auch Jørre die angeforderten Pferde vergessen, und so bekamen sie vom Hofmagier seine neueste, noch nicht ganz ausgereifte Errungenschaft: In Pferde verwandelte Rennmäuse, dazu die in Tyskland so notwendigen Papiere: Reisescheine, Pferdescheine, Reitscheine usw..

So sind sie also entlang der empfohlenen Route durch den neuen Tunnel zum Festland gezogen. Später meldete der Geheimdienst dem Hofmagier, dass sie im letzten Dorf vor der Grenze hängen geblieben waren, und der Hofmagier schickte noch schnell eine Taube mit der Nachricht, dass sie nicht ewig brauchen sollten, außerdem mit einem Fläschchen Stabilisator für den Pferdezauber der Rennmäuse, die Jørres 'Pferd' wohl schon relativ dringend brauchte, weil er den absoluten Prototypen erwischt, oder besser: Wegen seiner Vergesslichkeit bekommen hatte. Da haben sie sich dann, so berichtete auch der Geheimdienst (später, denn der neue Tunnel musste aus Sicherheitsgründen nochmal wegen technischer 'Kinderkrankheiten' gesperrt werden), mit Vorräten voll bepackt, zur Grenze aufgemacht.

Foto Ich habe dann erfahren, dass Ronja vor der Reise ihre Wohnung verloren hat, weil sie dort drinnen an einem Boot gebastelt hatte und bin zu der Adresse gegangen, an der sie angeblich ein Haus besitzen sollte, und da stand auch tatsächlich ein nagelneues Haus, und drinnen waren Ronja und die anderen, die mir dann mehr oder weniger erzählten, was sie erlebt hatten.

An der Grenze hatte es erstmal Ärger gegeben. Foto Der Grenzer von Tyskland hatte nach Kontrolle der Papiere alle Waffen gegen Quittung beschlagnahmt, sodann auch von Jørre alles, was er für magisch hielt, denn in Tyskland, so hatte er in gebrochenem Pseudodänisch erklärt, ist Magie verboten. Schließlich hatte er noch Zoll von 10% für alles eingeführte Gold verlangt, dann hatte man endlich einreisen dürfen. Die Straßen in Tyskland waren breit und führten nicht nur in, sondern auch um die Dörfer herum, so dass meine Freunde keinen Kontakt zu den Barbaren hatten, bis sie dann von einem Streitwagen der Tysk-Polizei angehalten worden waren. Der Barbar hatte alle Papiere sehen wollen, und dann trotzdem Jørres etwas merkwürdig aussehendes 'Pferd' wegen angeblicher Verkehrsunsicherheit beschlagnahmt. So hatten sie zu zweit auf einem Pferd, die Vorräte auf die anderen verteilend, weiter gemusst und waren endlich nach Ihropel, der letzten Stadt vor dem See, gekommen und den in Tyskland immer und überall angebrachten Schildern Richtung 'See' gefolgt.

Dann hatten diese Schilder aber plötzlich in die Richtung gezeigt, aus der sie gerade kamen, ohne, dass sie einen See gesehen hatten. Noch ein paar Mal hatten sie versucht, immer wieder zurückgehend, den See zu finden, aber immer war das gleiche passiert, der FotoSee schien verschwunden. Da hatten sie also die Erklärung, warum der Handel mit Elodea deaurensis versiegt war, und nun stellte sich die Frage: Wo war der See hin verschwunden? Sie durchkämmten die Gegend in alle Richtungen, konnten nachts nicht schlafen, aber einen See fanden sie nicht. So zogen denn schließlich Jørre und Turin nach Ihropel, wo sie nach langem Suchen auf eine Kneipe namens Elodea Hotel aufmerksam wurde, in dem auch Øl angeboten wurde und gingen hinein. Tatsächlich sprach der Wirt recht gut Pseudodänisch und erzählte, dass er in seiner Jugend selbst Elodeahändler gewesen war, bis der See plötzlich nicht mehr da war. Er berichtete, dass es seit dem allen so ergangen war wie der Abenteuergruppe, und dass man sich danach immer ausgeschfagen fühlte. Er besaß merkwürdige Bohnen, die einen angeblich wach hielten, die aber niemend benutzte, wegen des Magieverbots aus Angst vor der Tysk-Polizei. Jørre und Turin nahmen also das Zeug und kehrten zu den anderen zurück. Sie feierten mit Ronja deren Geburtstag, dann aßen sie am Abend die Bohnen und zogen wieder los, den See suchen.

Das Folgende ist etwas verworren. Ronja, die auch sichtlich nicht geneigt war, mir alle Zimmer und gewisse magische Tricks ihres schönen, neuen Hauses zu zeigen, wollte überhaupt nicht mehr mit der Sprache raus und unterbrach auch die Anderen, wenn sie etwas sagen wollten. Diese schwiegen sich auch größtenteils aus, bis auf Jørre, der irgendwie hin- und hergerissen schien. Er gab schließlich zu, versprochen zu haben, nichts zu erzählen, andererseits fühlte er sich als treuer Untertan meines Vaters aber auch verpflichtet, in gewisser Weise Bericht zu erstatten. Soweit er es trotz der Unterbrechungen von Ronja konnte, hier sein Bericht:

Sie waren bald auf Lichter gestoßen, und ein merkwürdiges Wesen, das sich wunderte, dass sie nicht schliefen, hatte sie auf einem Merkwürdigen Wagen zu einem Ort gebracht, den es 'Station' nannte. Dort angekommen, hatte es samt Wagen sofort weg gemusst. Die 'Station' war ein eingeschossiges Gebäude, auf dessen Dach es aber noch weitere Räume gab, in einem davon war der Zugang in die eigentliche, untere Etage. Foto Überall tauchten finstere Gestalten auf, die aber fast alle irgendwie nicht wirklich gewesen sind, eine davon soll sogar als Turins Vater, der seinen Sohn permanent beschimpfte, erschienen sein, es gab Truhen mit unbekannten, aber kostbar erscheinenden Steinen. Und es gab jede Menge Schriftzeichen und Symbole. Mit Hilfe dieser Symbole gelang es, in den letzten Raum einzudringen, in dem 2 schlafende, auch etwas merkwürdig aussehende Personen gewesen sind. Eine Stimme hat dann aus der Wand zu der Gruppe gesprochen und ihnen erklärt, auf welchen Wandscheiben sie wie drücken mussten, um die 'Schlafzone des Professor Bîl' einzugrenzen. Da sind die zwei Wesen aufgewacht, und haben gesagt, dass ihr Schlaf ein Versehen war, dass dieses Schlaffeld aber dazu da ist, dass niemand sie findet und dass sie gerne helfen, das Elodea zu holen und auch künftig den Handel wieder ermöglichen wollten.

Jørre war nicht dazu zu bewegen, zu sagen, woher diese Wesen, die ihre mächtige Magie 'Technik' nannten, kamen, aber Tysk waren sie sicher nicht. Soweit ich es verstanden habe, war der See direkt hinter dem Gebäude, es gab auch eine Tür und magische (technische) Boote ohne Ruder, und während die anderen das Elodea dort holten, hat wohl Dr. Bîl, der, wie alle seiner Art, wie eine Frau aussieht, aber wohl männlich ist, Ronja verführt und sie mit Nachwuchs beglückt. Dann sind sie ans andere Seeufer gefahren, wo es eine neue, fertige Station gab, die einmal fliegen, und sich mit der Flugmagie dann im Boden verankern konnte. Ronja, und vor allem ihr werdendes Kind, sollen nun diese Wesen weiter verbreiten, und so sind alle mit der neuen Station nach Pseudodänemark geflogen, wo sie zu Ronjas neuem Haus wurde. Ronja steht wohl mit Dr. Bîl in Kontakt, da zu dem Haus ein gewisses, fliegendes Gerät gehört, in Tyskland haben die Wesen verbreitet, dass es an dem See jetzt eine Stadt gibt, und sie stecken Elodea-Pflückern, die in das Schlaffeld geraten, ein Paar Büschel der Pflanze zu. Mehr war und ist aus der Gruppe nicht herauszubekommen. Vielleicht sollte ich selber einmal in diese merkwürdige Stadt in Tyskland fahren, die man wohl Bîlfeld genannt hat.


Rettet die Königin!°

Was habe ich meinem Vater bloß getan? Nach langer, glücklicher, aber kinderloser Ehe heiratet er nochmal, um einen Sohn zu haben, dann kriegt er auch einen (nach einer Tochter) und dann, als es mit ihm zu Ende geht, da hört er auf die Reden der Pseudodänischen Feministischen Partei und benennt mit einem seiner letzten Atemzüge meine Schwester Margarethe zur Thronfolgerin! Was sollte ich denn machen? Natürlich habe ich versucht, meine Abenteurerfreunde und -freundinnen zu treffen, heimlich, in Ronjas neuem Haus. Aber als ich sie fast soweit hatte, mit mir den Palast zu stürmen und meinen Vater zu überreden, mich zu seinem Erben zu machen, da taucht diese Frau aus Bil-Feld auf. Und überredet alle, mit ihr nach einem sogenannten Versorgungsschiff zu suchen, das wohl überfällig ist und wo etwas drinnen sein soll, ohne das die Geburt von Ronjas Kind gefährlich werde. Und abgehauen sind sie! Und ich habs alleine versucht. Aber natürlich war Margarethe gut bewacht. Naja... eine verschwundene Prinzessin oder so ähnlich hätte doch nicht Königin werden können... Ich konnte gerade noch abhauen. Dann ist Pappa gestorben. Und Margarethe hat alles ganz cool geregelt, Beerdigung und so. Aber kaum hat sie bei der abschließenden Krönungsfeier die Krone auf dem Kopf und den Eid gesprochen, da ruft sie auch schon: "Wachen! Verhaftet diesen Typen, der es wagte, seine Schwester ermorden zu wollen!". Ermorden. Find ich übertrieben. Vielleicht ein ganz kleines Bischen töten. Naja, ich konnte wiedermal entkommen. Hab mich im Haus von Ronja versteckt. War gar nicht einfach, den Blechmenschen zu überreden, der es bewachte. Leute aus Blech. Komische Leute kennt Ronja.

Ja und dann kamen sie wieder. Ronja hatte ein Baby dabei. Alle sahen etwas zerschunden aus, waren aber schon wieder ganz munter. Nur... erzählt haben sie nichts. Sie hätten was geschworen oder so. Und wenn sie sich mal unterhalten haben und ich zufällig zuhörte, dann habe ich nichts, aber auch so gar nichts verstanden. Dass unsere Welt eine Scheibe sei wusste ich ja, aber wieso haben sie es gesehen? Und wo war dieses zerschollene Versorgungsschiff, und wie haben sie es gefunden? Und wieso wird man krank, wenn es noch kaputter geht? Irgend etwas war mit einer ziemlich tiefen Höhle. Mit vielen Sachen von anderen, mit denen man allerhand hochmagisches Zeugs machen konnte. Mit Monstern reden ohne zu reden. Und durch die Zeit reisen, so'n Quatsch! Und mit ekligem Zeug von irgendeiner Königin (gegen das Wort bin ich allergisch) sollen sie sich eingerieben haben, pfui deibel, damit sie irgendwo vorbei kamen, und dann waren die Feinde plötzlich keine Feinde mehr. Oder doch. Na, sie haben schließlich diese Geburtskammer gefunden und auch ein paar Leute vom Versorgungsschiff, die aber noch von Monstern getötet wurden. Sie haben wohl ziemlich lange gekämpft und sind dabei auch verwundet worden, bis sie gemerkt haben, dass die Monster alle sofort starben, wenn sie mit Jørres magischem Kram in Verbindung kamen. Und dann hat Ronja das Kind gekriegt und sie sind zurückgekommen. Sie sehen alle so... weise aus. Leider sitze ich hier fest, bis Gras über die Sache gewachsen ist bzw. Margarethe sich wieder beruhigt hat...


Jørres Tante *

Jørre hatte uns zu seiner Tante Hicki bestellt, doch bin ich auf dem Weg, wenn ich mich recht erinnere, gegen einen Ast geritten (doofe Margarethe, ich meine das Pferd, nicht meine Schwester), weshalb ich zuerst einmal zu spät kam. Außerdem ist meine Erinnerung an das folgende stark getrübt.

Tante Hícki hat wohl einmal eine Kristallkugel einem Bekannten, einem Graf Fledermaus geliehen, die der aber nie zurückgegeben hat, das jedenfalls behauptete Tante Hicki. Wir waren gerufen worden, um die Kugel zurückzuholen. Die anderen, denen Jørres Tante den Grafen als böse geschildert hatte, waren schon so weit vorgedrungen, dass sie im Haus der Tante einen Zugang zum Haus und Land des Grafen gefunden hatten, der aber zu klein war. Größer konnte man den auch nicht machen, aber eine Freundin der Tante hatte ein Verkleinerungsmittel (und auch das Gegenmittel). Wir haben uns alle verkleinert und auf der anderen Seite vergrößert und auf dem Rückweg nochmal. Mein Versuch, im allgemeinen Durcheinander um die Frage, wer wann groß blieb, um die Flaschen mit dem Mittel zu halten, etwas von dem Mitel zu behalten, um damit irgendwann meine Schwester auf ein königinnenunwürdiges Maß zu schrumpfen, ist dabei leider gescheitert. Nun, der Graf war gar nicht so schlimm, er war der Meinung, er dürfe die Kugel behalten, weil Hicki noch seinen Zauberstab ausgeliehen hat. Da wir aber keine Lust hatten, dauernd durch das Loch zu schrumpfen, haben wir sie ihm trotzdem abgenommen und den Zauberstab dann von Hicki einfach behalten, so jedenfalls meine ich mich an das ganze zu erinnern.

Bei der ganzen Geschichte ist uns auch noch eine zahme Mumie zugelaufen, die allerdings gern heim möchte, den Heimweg aber allein nicht findet.


FFindet die Königin*

Eigentlich wollten wir uns gerade verabschieden, um die arme Mumie endlich heim nach Pseudoägypten zu bringen, da entstand Unruhe im Schloss. Meine Schwester, die Königin Margarethe, schien verschwunden zu sein. Alle Indizien und Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass sie beim Sonnenbaden von einem Drachen entführt worden war, welcher Richtung Osten abgedreht hatte. Ein böser Drache, so nah an unserm Schloss? Steckte etwa Pseudoschweden hinter der Sache, mit dem wir uns zu dem Zeitpunkt nicht so gut verstanden? Ich machte mich sofort daran, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen und den Thron zu besteigen, doch so lange sie nur vermisst war, sprach die Verfassung dagegen. So wurden also meine Abenteurerfreundinnen und -freunde beauftragt, die Königin zu finden, denn man wusste nichts genaues und konnte bei der angespannten Situation unmöglich militärisch vorgehen. Und auch ich machte mich mit auf den Weg um sicher zu stellen, dass die Königin nicht länger als vermisst betrachtet wurde... Und so brachen wir auf zur pseudoschwedischen Küste in die Richtung, in die man den Drachen hatte abfliegen sehn.

Dort, direkt an der Küste, fanden sich mehrere Höhlen. In einer fand ich einen Kerl, den alle als Monster bezeichneten, doch ich fand ihn ganz nett und er zeigte uns den Weg. So fanden wir in einer anderen Höhle ein altes Verlies mit einem gefährlichen, bösen Drachen, den wir in schweren Kämpfen ebenso besiegten, wie seine monströsen Helfershelfer. Und so machten wir uns dann über diverse wertvolle Schätze her, die sich dort befanden. Nur meine Schwester, die fanden wir nicht, allerdings auch keinen Hinweis darauf, dass der Drache sie gefressen hatte.

Dann danden wir noch eine Drachenhöhle und dort, ja, dort war sie, die doofe Margarethe. Quicklebendig und kaffeklatschend mit dem Drachen. Der war gar nicht böse oder von den Pseudoschweden angestiftet, sondern ein alter Freund von meiner Schwester, der sie bei ihrem Sonnenbad zufällig aus der Luft erspäht, eingeladen und sofort mitgenommen hatte, ohne dass sie sich mal abmeldete... Typisch meine Schwester!


Die andere Seite°

Meine Schwester geht mir nach der Geschichte noch mehr auf die Nerven als vorher. Nun erinnerte ich mich, dass unsere Welt eine Scheibe war und entsprechend ZWEI Seiten hatte. Ich unternahm also alles, um zum Rand zu kommen, und von dort auf die andere Seite - dort musste es doch auch ein Pseudodänemark geben, vielleicht auch einen Åmlæt, auf jeden Fall vielleicht Hilfe für mein Problem. Ich habe die Seite gefunden, einen Zugang, obwohl man dafür eine merkwürdige Reise machen muss. Obwohl alles gerade aussieht, kommt man immer schwerer voran, zuerst will das Schiff nicht gegen eine unerklärliche Strömung an, dann muss man selbst geradeaus gehn, hat aber das Gefühl, einen steilen Berg zu erklimmen. Und nachdem man durch ein paar Höhlen gekrochen ist, ist man da, und fällt nach vorne und rollt einen Abhang hinunter, obwohl es doch nur alles flach ist. Dann war ich auf der anderen Seite, bin herumgeirrt, habe merkwürdige Figuren getroffen, schließlich die Nase voll gehabt und mich auf den Heimweg gemacht.

Meine Schwester hat mir meine befreundete Abenteurergruppe hinterhergeschickt, weil sie sich angeblich Sorgen gemacht hat. Die haben mich aber erst auf dem Rückweg gefunden. Statt dessen haben sie sich mit den auf der anderen Seite wohl guten, aber lange versklavten Orks angefreundet und mit ihnen gegen die bösen Menschen gekämpft und sie in ein paar glorreichen Schlachten besiegt. Dann haben sie in irgendeinem Verlies ein paar Monster und andere böse Dinge getroffen und mit viel Glück das bergen können, was sie dort für die Orks suchen sollten: Eine Art Altar. Besonders lustig fand ich an ihren Erzählungen, dass sie wohl einer Art Verdoppelspiegel begegnet sind, der eine böse Kopie von einem machte, und hinterher wusste keiner mehr, wer gut und wer Kopie war und alle sind aufeinander losgegangen.

Dann sind sie zu einem heiligen Ort gegangen, haben einen zerstörten Tempel notdürftig wieder aufgebaut und den Altar reingetragen. Da hat sich dann eine Profezeihung erfüllt und ein Blitz ist von dem Altar ausgegangen und rund um die Seite der Welt geschlagen. Seither können sich die Leute dort zwar noch in kritischen Notwehrsituationen wehren oder Freunde retten, aber nicht mehr selbst Andere angreifen. Dann kriegen sie nämlich ganz fürchterliche, lähmende Kopfschmerzen. So ist Frieden, und die Orks sind befreit. Aber was das Beste ist: Meine Freunde sind auch betroffen. Und weder Jørre noch später unser Haushofmagier konnte sie 'heilen'. So hat sich der Weg für mich indirekt doch gelohnt!


Gemastert von
*JuL
°Tosti
¹Kirsten
²Ioana
³Olav

Wie's weiter geht, lest Ihr nach der nächsten Runde. Alle Fotos können groß angesehen werden, da sie sich selbst linken, ist es normal, dass sie sofort als angeklickt erscheinen.